Gestalttherapie

…die Grenzen erweitern

Was ist Gestalttherapie

Gestalttherapie geht davon aus, daß der menschliche Organismus – also die Gesamtheit von Körper, Geist und Seele – ein immenses Potential besitzt, um sich selbst zu erhalten, sich veränderten Umständen anzupassen und um Neues in Angriff zu nehmen.

Die Gestalttherapie gehört zu den als ‚Humanistische Psychotherapien‘ bezeichneten Therapieformen. Diese Therapierichtungen vereint die Sichtweise, daß die meisten Hindernisse auf dem Weg zu unserer inneren Kraft seelischen Ursprungs sind.

GestalttherapeutInnen betonen dabei in  besonderem Maße die Bedeutung von Gefühlen und ihrem Ausdruck für die Entwicklung des Menschen. Nur wer sich seiner Gefühle bewußt ist, sie als Tatsache akzeptiert und – natürlich mit Rücksicht auf seine Umgebung – in der Lage ist sie angemessen auszudrücken befindet sich wirklich im Einklang mit sich selbst. Ein solches „inneres Gleichgewicht“ ist aber die Voraussetzung für einen guten Zugang zu den eigenen Fähigkeiten und für einen guten Kontakt mit seinen Mitmenschen.

Ebenfalls spezifisch für die Gestalttherapie ist die durch jahrzehntelange Erfahrungen von TherapeutInnen und KlientInnen bestätigte Überzeugung, daß nur unmittelbares Erleben zu seelischen Veränderungen führt.

Aus diesen Gründen ermutigen Gestalttherapeuten ihre Klienten gern, in der Sitzung nicht nur über ihre Erlebnisse und Empfindungen zu reden, sondern diese unmittelbar auszudrücken. Dies kann auf die unterschiedlichste Weise geschehen, in Worten, Tönen, Bewegungen oder mit Materialien, spielerisch oder ernst. Allein die KlientInnen entscheiden, was für sie in der gegebenen Situation passend ist; der Therapeut schlägt vor und fragt gegebenenfalls nach ob es für die KlientIn so auch „stimmig“ ist

Natürlich gelten auch in der Gestalttherapie die Grundprinzipien, die alle professionellen PsychotherapeutInnen berücksichtigen: die unbedingte Akzeptanz und Wertschätzung der KlientIn, ein gutes gegenseitiges Vertrauensverhältnis sowie absolute Vertraulichkeit.

Die Gestalttherapie hat ein positives Bild vom Menschen und möchte die KlientInnen zu mehr Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen und Zuversicht ermutigen. Dieser Ansatz hat sich als hilfreich erwiesen in der Bewältigung von belastenden Erfahrungen, bei Ängsten, Depressionen und Zwängen, in Lebenskrisen wie dem Verlust eines geliebten Menschen, materiellen Problemen – oder einfach wenn der Wunsch besteht die eigene Persönlichkeit weiter zu entwickeln.

Interview über meine Sicht der Gestalttherapie.


In jedem Fall geht es darum, die eigene Lebendigkeit besser zu spüren und über das, was bisher möglich schien hinauszugehen – eben die Grenzen zu erweitern.